Pfarrkirche

zum Hl. Josef

  in  Stockach

im Lechtal

 

Die Kanzel und der rechte Seitenaltar. Die Pfarrkirche steht innerhalb des Friedhofs.
Der moderne Ambo und Volksaltar fügen sich gut ein. Die Kirche ist reich bemalt und geschmückt.
Der Blick auf die Orgel mit den beiden Emporen. Kriegerdenkmal und Leichenkapelle.
Der neue Altartisch Der neue Taufbrunnen

Kurzgeschichte der Pfarre Stockach

Seelsorgerisch gehörte Stockach immer zur Mutterpfarre Elbigenalp, 1785 Expositur. Seit 1971 der Pfarre Bach angegliedert.

Die Expositurkirche zum hl. Josef ist nicht an der Stelle der ersten Kapelle aufgeführt. 1696 wurde in Unterstockach eine Kapelle mit Messlizenz erbaut, 1701 eine in Oberstockach. Diese Kapelle wurde 1770 vergrößert und zum heute stehenden Gotteshaus ausgebaut. (1782 gew.). Das Äußere ist jener Kirche in Bach ähnlich gestaltet. Das Langhaus mit dem eingezogenen Chor mit 3/8 Abschluss besitzt am Außenbau keine Gliederung. Der Turm wurde erst 1898 erbaut. Das Innere zeigt einen weiten Saalraum mit abgerundeten Ecken und Flachtonnengewölbe ohne architektonisch-plastische Gliederung. Die Gewölbefresken reichen bis zum gemalten Gebälk, unter dem gemalte Blumenfestor hängen. Über die Rundbogenfenster sind Rokokoornamente gesetzt (rest. von E. Schwenniger, Seefeld).

Der Chor ist außen mit 3/8 Abschluss, innen mit Rundapsis.

Fresken: im Chor Glorie des Josef mit Chronogramm „1773" in illusionistischer Architektur. Am Rand der Darstellung links unten Gefangene und Geknechtete, rechts unten betende Herrschaften mit dem Selbstbildnis des Malers. In den Gewölbezwickeln Anbetung des Kindes und Tod Josefs. Im Langhaus Krönung Mariens mit seitlichen Szenen;

links: Flucht nach Ägypten, 12jähriger Jesus im Tempel, Tod Josefs.

rechts: Anbetung der Hirten, Darbringung im Tempel mit Joachim und Anna, der blinde Zacharias. Gemalt von Josef Anton Schuler aus Stockach im Jahre 1773.

Hauptaltar: Zwei-Säulenaufbau mit geradem Gebälk mit dem Gemälde Ruhe auf der Flucht, bez. „J. Jacob Zeiller S.C.M. Academ. pict inven et fecit 1776". Figuren links Papst Gregor, rechts Bischof Ulrich. Gefertigt von Johann Richard Eberhard aus Hindelang, um 1775.

Linker Seitenaltar: Rokokorahmenbau mit Gemälde Maria unter dem Kreuz, 19. Jhd Untergemälde: Filomena, 19. Jhd.

Figuren: links Heinrich, rechts Helena, von Joh. R. Eberhard, um 1775.

Rechter Seitenaltar: Rokokorahmenaufbau mit Madonna im Mittelschrein, um 1800. Figuren: links Michael, rechts Rafael, von Johann R. Eberhard, um 1775.

Das ehemalige Altarbild dieses rechten Seitenaltares an der linken Chorwand: Bernhard mit Putto und Leidenswerkzeugen, als Symbol seiner Meditation über die Passion Christi, vor Christus und Maria.

Kanzel: reicher Rokokoaufbau mit naturalistischer Darstellung eines Springbrunnens am Kanzeldeckel, am Korb Kartuschen mit Putten, um 1770/75.

Kreuzwegstationen, E. 18. Jhd nach Vorbildern von Paul Zeiller.

Rechte Langhauswand: Kruzifixus von Josef Klemens Witwer aus Imst, um 1790.

Statue der Immakulata von Engelbert Kolp aus Stockach, um 1870.

Neue Glocken der Firma Graßmayr, Innsbruck, 1957.

Kriegergedächtnisstätte mit Glasmalereien von Elmar Kopp aus Imst, bez. „E. Kopp 61".

Anstelle der Kapelle in Unterstockach eine Maria-Heimsuchungs-Kapelle im Feld, 1960 von der Gemeinde Bach anlässlich der Flurbereinigung erbaut. Offene Rundbogennische mit entgegengesetzt angelegtem Rundturm. Am Turm Graffito des Magnus von Ernst Degn aus Innsbruck.

 

zum Seitenanfang  

    zurück zur Auswahl

       zur Startseite

bearbeitet von OW am 28.7.2015