Pfarrkirche zu Mariä Lichtmess

  in  Bach

 

So wie viele Kirchen im oberen Lechtal steht auch die Pfarrkirche
 in Bach an einem Hügel bei der alten Lechbrücke.
Die Pfarrkirche von der Straße nach Benglerwald aus gesehen
Der Blick von der Empore aus. Der Blick nach hinten mit der Orgel.
Der linke Seitenaltar mit Notburga und Christophorus Das neue Deckenbild gemalt vom Tiroler Künstler Prof. Wolfram Köberl
Der Altarraum Das alte Pfarrhaus ist bereits der Spitzhacke anheim gefallen.

Kurzgeschichte der Pfarre Bach:

Unsere Liebe Frau Maria Reinigung, auf einer Anhöhe nördl. des Dorfes. Einfacher einheitlicher klassizistischer Bau unter hohem Satteldach. Bis zum Jahre 1786 zur Pfarre Elbigenalp gehörig, dann bis 1789 Expositur und ab 1943 eine selbständige Pfarre.

Urkundlich wurde die Pfarrkirche 1668 als Kapelle erwähnt. Im Jahre 1790 bis 1792 wurde ein Neubau errichtet und dieser wurde 1811 geweiht. 1807 war die Errichtung des Turmes und 1854 durch die Turmuhr vervollständigt. Durch ein Erdbeben im Jahr 1865 mussten erneut Ausbesserungen vorgenommen werden. Im Zuge dieser Arbeiten wurden die gemalten Fresken (1792) von Johann Kärle übermalt, diese wiederum 1929 von Toni Kirchmayr.

Äußeres: Die Pfarrkirche setzt sich aus einem Langhaus mit 3 Rundbogenfenstern zusammen: an der Südseite ist der hl. Christophorus von Toni Kirchmayr zu sehen, eingezogener Chor mit 3/8 Schluss und südlich davon befindet sich der Turm. Im Obergeschoss sind Rundbogenschallfenster, die Ecken sind abgefasst. Hervorragend dazu passt die Zwiebelhaube.

Inneres: Der Saalraum ist ohne Wandgliederung, Stichkappenflachtonne. Im Chorraum erfreut das Auge des Betrachters eine gemalte Wandgliederung mit Pilastern und stark profiliertem Gebälk mit Zahnschnitt- und Eierstabfries.

Fresken: Im Chorgewölbe ist die Himmelfahrt Mariens zu sehen, am Chorbogen die Verkündigung Mariens, im Langhausgewölbe Heimsuchung und Geburt, Tempelopferung und Jesus im Tempel, über der Orgelempore ein Engelskonzert.

Der neugotische Hauptaltar - Aufbau wurde 1792 von Josef Klemens Witwer errichtet. Links steht die Hl. Notburga und rechts Hl. Isidor, im Giebel ist der Hl. Nikolaus mit  Engeln zu sehen.

Im Jahre 1891 wurde der linke Seitenaltar mit Immakulata von David Schuler aus Stockach und den Figuren Anna links und Joachim rechts geschaffen.

Der rechte Seitenaltar erstrahlt mit einem Gemälde vom hl. Josef und den Figuren vom Hll. Johannes d. T. und Johannes Nepomuk.

Von der ehemaligen Altarausstattung stammen die beiden Figuren Florian und Sebastian, 1792 von Josef Klemens Witwer aus Imst, ebenso an der rechten Chorwand eine Schnitzgruppe mit Gottvater und zwei Engeln.

Kanzel: 1792 von Josef Klemens Witwer aus Imst erbaut. Die Einfachheit der Empirekanzel mit Leistendekor, am Korb die vier Evangelisten und am Deckel Posaunenengel mit vier Putten unterstreichen das Gesamtbild des Innenraumes der Pfarrkirche.

Kreuzwegstationen, 1750 von Michael Hudez d. J. aus Innsbruck: 14. Station bez. „M. Hudez pinx 1750".

Kruzifixus an der rechten Langhauswand, um 1610 von Bartlme Steinle aus Weilheim (Bildhauer des Stamser Hochaltares).

Reliquienaltärchen, um 1750 mit je zwei gewundenen Säulen und Rokokoornamentik.

Die Monstranz wurde von dem in Holland verstorbenen Handelsmann Johann Eugen Falger aus Holzgau gestiftet.
Die 1692 (?) gegossene Glocke schuf Johann Schiermeister.

Kriegerdenkmal von Ernst Degn, Innsbruck.

Kapellen:

Seesumpfkapelle – Anstelle der alten um 1870/80 erbauten Kapelle 1962 Neubau. Saalraum mit flacher Holzbalkendecke, eingezogener Chorspitzbogen, flachgedeckter Chorraum mit 3/8 Schluss. Im Altarraum Madonna mit Kind, am Chorbogen Margarethe und Leonhard, 20. Jhd. An der rechten Wand Fresko: Ex voto auf das Ende des Zweiten Weltkrieges, Maria mit Kind, 1962 von „ED", Ernst Degn aus Innsbruck.

Kruzifixus, E. 18. Jhd.

Madaukapelle – 1679 von Oswald Singer von Madau errichtet. Die seit dem 15. Jhd. nachweisbaren Höfe auf der Alm Madau im Alperschontal sind seit längerem nicht mehr bewohnt. Madau kam erst 1810 an das Gericht Reutte (früher Gericht Landeck).

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bearbeitet von OW am 28.7.2015